Presse

Hauptstadtimmobilien als Wertanlage – Berliner Zinshäuser begehrt wie lange nicht

Die ganze Welt will in die deutsche Hauptstadt: Kreative, Gründer, Studenten, Immigranten, Musiker, Lebenskünstler, Geschäftsleute und andere Neu-Berliner aus allen Teilen der Welt sorgen mit ihrem Zuzug weiterhin dafür, dass die Metropole an der Spree wächst und wächst und wächst.

Die ganze Welt will in die deutsche Hauptstadt: Kreative, Gründer, Studenten, Immigranten, Musiker, Lebenskünstler, Geschäftsleute und andere Neu-Berliner aus allen Teilen der Welt sorgen mit ihrem Zuzug weiterhin dafür, dass die Metropole an der Spree wächst und wächst und wächst. Im ersten Halbjahr 2017 waren es knapp 19.000 neue Hauptstädter, die von dem Lebensgefühl und den Möglichkeiten, die Berlin bietet, angezogen wurden und sich in einem der zwölf Bezirke von Friedrichshain-Kreuzberg bis Charlottenburg-Wilmersdorf niederließen.

Knapp 3,7 Millionen Berliner wollen irgendwo wohnen

Bevorzugt werden natürlich nach wie vor die trendigen Bezirke im Zentrum, aber auch bisher eher im Dornröschenschlaf dämmernde Kieze wie Pankow oder Wedding erwachen zu neuem Leben. Knapp 3,7 Millionen Berliner sind potenziell immer auf der Suche nach der Traumwohnung, oder die „Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße“, wie Kurt Tucholsky schon 1927 die Umzugslust der Hauptstädter persiflierte. Tatsache ist, dass der Durchschnittsberliner statistisch gesehen alle zehn Jahre umzieht. Und in der Mieterstadt an der Spree führt das zu einer ziemlichen Bewegung auf dem Zinshausmarkt.

Die Hauptstadt der Mieter

Nicht weniger als 86 Prozent der Hauptstädter leben nämlich laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Mietwohnungen. Der Anteil an selbstgenutzten Einfamilien- oder Doppelhäusern liegt dagegen nur bei ca. 14 Prozent. Das war in Berlin eigentlich schon immer so. Relativ neu ist jedoch die Entwicklung, dass der Leerstand – lange Zeit für Kritiker ein typisches Symptom der Berliner Nachlässigkeit – kontinuierlich zurückgeht. Das heißt natürlich nicht automatisch, dass in Berlin genügend Wohnraum vorhanden ist, um die Nachfrage zu befriedigen. Freie Wohnungen sind rar. Das Internet-Portal „leerstandsmelder.de“ beispielsweise verzeichnet leerstehende Bestandsimmobilien der Hauptstadt, die verfallen und nicht als Wohnraum genutzt werden. Der Stress bei der Wohnungssuche wächst, der Ton wird aggressiver.

Berliner Mieten steigen und steigen

Das zeigt sich auch bei der Entwicklung der Mieten. Der Berliner Mietspiegel 2017 der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung verzeichnet einen starken Anstieg der in Berlin gezahlten Mietpreise. Die Steigerung innerhalb von zwei Jahren beläuft sich auf ansehnliche 9,4 Prozent. Zwar ist Berlin im Vergleich mit anderen deutschen Städten immer noch günstig, die Lage wird aber kritischer, zumal sich die Mietpreisbremse weitgehend als wirkungslos erweist. Das liegt zuletzt auch an den Versäumnissen der Wohnungspolitik.

77.000 Wohnungen fehlen

Die Luft auf dem Immobilienmarkt wird für Wohnungssuchende also dünner. Im vergangenen Jahr wurden in Berlin nur rund 14.000 Wohnungen gebaut. Benötigt werden aber laut Senatsprognose jährlich rund 20.000 neue Wohnungen. Dementsprechend floriert der Berliner Zinshausmarkt, sowohl bei privaten als auch bei institutionellen Anlegern. Laut Zinshausmarktbericht 2017 des Immobilienverbands Deutschland (IVD) wurden in der deutschen Hauptstadt auf dem Mehrfamilienhausmarkt im vergangenen Jahr 4,2 Milliarden Euro umgesetzt. Damit bleibt Berlin der umsatzstärkste deutsche Zinshausmarkt. Wer selbst darüber nachdenkt, in Wohnimmobilien zu investieren oder sie zu veräußern, kann von dieser Lage jetzt optimal profitieren.

Auch aus dem Ausland großes Interesse an Berliner Immobilien

Großes Interesse an Zinshäusern kommt vor allem von ausländischen Investoren. Das mag auch im weltweiten Anlagedruck begründet sein, von dem auch der Wohnmarktreport Berlin 2017 der Berlin Hyp spricht: Die ungewisse Entwicklung des britischen Immobilienmarkts macht Deutschland und damit auch Berlin zu einem „Save Haven“ für Immobilieninvestments. Die mangelnden Angebote bei steigender Nachfrage tun ein Übriges. Nur 944 Verkaufsangebote von Berliner Zinshaus-Eigentümern verzeichnet die Studie für die ersten drei Quartale des Jahres 2016. Das bietet gute Möglichkeiten für verkaufswillige Eigentümer von Mehrfamilien- und Gewerbeobjekten.

Investoren bevorzugen wohnwirtschaftliche Immobilien

Wohnraum wird immer benötigt, und im Gegensatz zu gewerbegeprägten Anlageimmobilien, bei denen in Krisenzeiten sehr schnell hohe Leerstände entstehen können, erwirtschaften Zinshäuser permanent Mieteinnahmen. Private Investoren favorisieren deshalb meist wohnwirtschaftliche Immobilien, da die Vermietung und Sanierung meist leichter zu realisieren ist, als bei gewerblichen Objekten. Zu diesem Schluss kommt auch Alexander Fleege, Geschäftsführer der ProImmobilia aus Berlin, deren Kerngeschäft die Weiterentwicklung und die Wertsteigerung von Wohnimmobilien in der Hauptstadt ist. „Der Zinshausmarkt in Berlin hat sich seit 2010 durchgehend positiv entwickelt. Die Preise haben sich in den meisten Bezirken teilweise verdoppelt, ohne das substanziell in die Immobilien investiert worden ist“, so der Experte.

Auch Zinshäuser in B- und C-Lagen haben auf dem Markt gute Karten

Besonders begehrt bleiben in der Hauptstadt Lagen wie Mitte, Charlottenburg oder Kreuzberg. Aber auch die zentrumsfernen Bezirke und der Berliner Speckgürtel verzeichnen einen kräftigen Zuwachs. Durch den hohen Marktdruck von internationalen und institutionellen Investoren gerade in den zentralen Lagen haben die Preise nämlich allmählich ein Niveau erreicht, mit dem sich mittelfristig dort nur schwer gute Renditen erreichen lassen. Investitionen in B- und C-Lagen werden daher häufiger, denn hier gibt es auf Grund der Anwohnerverdichtung noch das Potenzial, kurzfristig mit Mietsteigerungen zu rechnen.

Entwicklungspotenzial ist besonders gefragt

Vorteilhaft ist es für die Verkäufer auch, wenn die Möglichkeiten ihrer Bestandsimmobilien noch nicht vollkommen ausgereizt wurden. Gefragt sind also besonders Objekte, die durch Optimierungs- und Entwicklungspotenzial eine solide Wertsteigerung zulassen. Das können unausgebaute Dachstühle sein, oder Teile des Grundstücks, die in Zukunft noch zusätzlich bebaut werden können. Denn auf dem gegenwärtigen Markt gilt der Grundsatz, dass Zinshäuser, bei denen langfristig Möglichkeiten zur Erwirtschaftung einer soliden Rendite gegeben sind, beim Verkauf die besseren Chancen haben.

– Quelle: https://www.konii.de/news/hauptstadtimmobilien-als-wertanlage-berliner-zinshauser-begehrt-wie-lange-nicht-201712128089